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Wurminfektionen  in Afrika

Wurminfektionen in Afrika

Kleine Würmer können große Auswirkungen haben. Sie leben in verschmutztem Wasser und dringen in den Körper kleiner Kinder ein. Dort fressen sich die Parasiten buchstäblich durch Darm, Leber und Lunge. Dabei verursachen sie schreckliche Schmerzen.

 

Was ist Schistosomiasis?

Schistosomiasis (auch Bilharziose) ist eine Krankheit, die durch parasitäre Würmer ausgelöst wird. Die drei häufigsten Formen sind Schistosoma mansoni, Schistosoma haematobium und Schistosoma japonicum. Diese haben nahezu die gleichen Symptome: Fieber, Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit, Bauch-, Kopf- und Gelenkschmerzen.

Kinder leiden am meisten

Die Larven, die die Wurminfektion verursachen, leben in verseuchtem, stehenden Wasser. Genau die Orte, an denen Kinder in der afrikanischen Hitze gerne spielen. Das Wasser wird von den Bewohnern auch zum Waschen von Kleidung und zum Zubereiten von Speisen verwendet. Kinder, die kein starkes Immunsystem haben, leiden am meisten unter den Auswirkungen einer Infektion.

Was ist die Lösung?

Es gibt sehr wirksame Medikamente gegen Schistosomiasis. Das Problem ist jedoch, dass ländliche Kliniken in Liberia und anderen afrikanischen Ländern die Krankheit zwar oft richtig diagnostizieren, aber nicht über die zur Behandlung nötigen Medikamente verfügen. Und die Bewohner sind zu arm, um sie sich selbst zu kaufen. Als Resultat verschlimmern sich die zunächst noch relativ leichten Symptome gravierend.

Vorbeugung ist besser

Am besten kann diese schreckliche Krankheit natürlich durch die Beseitigung ihrer Ursache verhindert werden: verseuchtes Wasser. Dies kann durch Ausheben von Brunnen und Installieren von Wasserpumpen erfolgen.

Außerdem ist die Aufklärung über hinreichende Hygiene wichtig. Drittens helfen nahrhafte Mahlzeiten, denn sie stärken das Immunsystem körperlich geschwächter Kinder.